Reisbäuerinnen und -bauern
Besonders Kleinbäuerinnen und -bauern stehen vor großen Herausfordungen.
Obwohl das Geschäft mit Nahrungsmitteln Millarden von Euro wert ist, leben die Menschen, die sie produzieren und verarbeiten, trotzdem oft in Armut. Reisbäuerinnen und -bauern sind hier keine Ausnahme. Kleinproduzenten bauen den größten Teil des Reises in Asien an, sind aber seit Generationen in ungleichen Beziehungen zu Händlern, Verarbeitern und anderen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette gefangen. Sie haben nicht die Macht, über einen fairen Anteil zu verhandeln.
Im konventionellen Reisanbau laugen intensive Nutzung und hoher Düngemitteleinsatz die Böden aus. Dazu kommen schwankende Marktpreise und steigende Produktionskosten. Handel und Verarbeitung gehen auf Kosten der Bäuerinnen und Bauern. Die Erträge aus dem Reisanbau sind oft sehr gering und der Anteil von Kleinbäuerinnen und -bauern an der Wertschöpfung geht stetig zurück.
Internationale Agrarkonzerne konzentrieren sich auf wenige Hochertragssorten und versuchen durch den Einsatz von Gentechnik und die Anmeldung von Patenten auf Saatgut ihre Kontrolle über den natürlichen genetischen Reichtum und damit über die Nahrungsmittelproduktion insgesamt auszubauen. Hochtechnisierte Anbauformen konkurrieren mit kleinbäuerlichen Strukturen.
Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels, die auf den Reisfeldern immer spürbarer werden. Hitzewellen, Trockenheit, Stürme, unvorhersehbare Regenereignisse – der fortschreitende Klimawandel wirkt mehrfach: Ernten werden zerstört, Erträge sinken, die Arbeitsbedingungen auf den Feldern werden durch steigende Temperaturen immer schwieriger, für den Reisanbau geeignetes Land wird insgesamt zurückgehen.
EZA-Reis-PartnerInnen gehen andere Wege
Die Kleinbäuerinnen und -bauern, deren Reis wir beziehen, stehen für eine ressourcenschonende, ökologische Anbauweise. Sie erhalten traditionelle Sorten und fördern lebendige Vielfalt auf ihren Äckern. Sie produzieren für die Eigenversorgung und für lokale Märkte. Fairer Handel stärkt ihre Rolle in der Lieferkette am Exportmarkt. Faire Bezahlung und verlässliche Handelspartnerschaften sind dafür eine wichtige Basis. Und VerbraucherInnen, die den besonderen Wert dieses bedeutenden Lebensmittels anerkennen.



