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Der Isaan - die Reiskammer im Nordosten Thailands
Im Isaan spielt Landwirtschaft noch eine große Rolle. Das Hauptanbauprodukt ist Reis. Als Grundnahrungsmittel Nummer Eins ist es aus der thailändischen Küche und Kultur nicht wegzudenken. Vor allem Klebreis ist in Thailand weit verbreitet. Jasminreis - eine traditionelle Duftreissorte - gilt als besondere Spezialität. Auch als Exportprodukt ist Reis ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Dass dabei in der Vergangenheit vor allem Händler und Verarbeiter profitierten - nicht aber die Kleinbäuerinnen und -bauern, die den Reis kultivieren - gab Anfang der 1990er Jahre den Anstoß zur Gründung von Green Net Co-operative.
Neben den Preisschwankungen kämpften die Bauernfamilien auch mit ihrer schwachen Position am Markt. Mit Green Net als Vermarktungsstruktur – so das Ziel – sollte sich das ändern. "Wir haben begriffen, dass wir auch den Handel in unsere Hände nehmen müssen," sagt Vitoon Panyakul, Mitbegründer des Netzwerkes. Organisationen des Fairen Handels wurden zu wichtigen Partnern in Übersee. Bereits seit 1998 bezieht die EZA Fairer Handel HOM MALI Duftreis von Green Net
Fairness in den Handelsbeziehungen verband sich dabei mit der Förderung des ökologischen Anbaus. Das Land so zu bebauen, dass der Boden fruchtbar bleibt, gilt bei den Bauern und Bäuerinnen der Green Net Kooperative nicht nur für den Reisanbau.
Mit Reis, Gemüse, Heilkräutern und Obstbäumen haben sie auch eine gesunde Grundlage für ihre eigene Versorgung geschaffen. Überschüsse bieten sie auf lokalen Bauernmärkten zum Verkauf. Durch den Anbau verschiedener Nutzpflanzen werden dem Boden Nährstoffe zugeführt, biologischer Dünger und biologische Pflanzenschutzmittel sorgen dafür, dass die Saat auf den trockenen Böden des Isaan aufgeht. Dabei sind sie in hohem Maß von Regenfällen abhängig.
"In den letzten Jahren ist aufgrund des Klimawandels Wasser zu einer noch knapperen Ressource geworden," erklärt Vitoon Panyakul. "Die Bäuerinnen und -bauern haben nicht genug, um ihre Felder so zu bewässern wie früher." Sind die Felder nicht durchgängig geflutet, entsteht weniger klimaschädliches Methan. Die Bäuerinnen und -bauern haben jedoch auch mit geringeren Erträgen und einer stärkeren Unkrautentwicklung zu kämpfen. Gemeinsam arbeiten sie deshalb seit vielen Jahren daran, ihre Anbaumethoden an die Folgen des Klimawandels kontinuierlich anzupassen.



