Coffee for Future
Fair handeln, guten Kaffee genießen und konkrete Klimaschutzmaßnahmen fördern
COFFEE FOR FUTURE verbindet biofairen Arabica Hochlandkaffee von Kleinbauerngenossenschaften in Mexiko und Uganda mit Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen: Wiederaufforstung, die Umsetzung von Agroforstsystemen, Anlage von Hausgärten oder Anschaffung von energieeffizienten Kochöfen. Seit Einführung des Coffee for Futures im Oktober 2019 bis zum Jahr 2024 wurden diese Maßnahmen durch eine zusätzliche EZA-Klimaschutzprämie finanziert. Aufgrund der stark gestiegenen Kaffeepreise - beginnend mit der Ernte 2024-25 - war es der EZA nicht länger möglich, die zusätzliche Klimaprämie zu entrichten. Stattdessen wird seitens der EZA versucht, unsere Partner:innen zusätzlich zum Bezug ihres hochwertigen Arabicakaffees über extern finanzierte Projekte zu unterstützen.
COFFEE FOR FUTURE – für eine klimagerechte Zukunft
Extern finanziertes Projekt zur Einkommensdiversifizierung 2026-2027:
Seit März 2026 läuft bei der ugandischen Kaffeekooperative BOCU (Bukonzo Organic Farmers Cooperative Union) ein von der GIZ finanziertes Projekt, das gemeinsam mit Fairtrade Deutschland, dem Forum Fairer Handel und EZA als Projektpartner umgesetzt wird. Ziel ist es, die Einkommen der Kleinbauernfamilien durch Bienenzucht und weitere Einkommensquellen zu diversifizieren und langfristig zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Umsetzung von Menschenrechts- und Umwelt-Sorgfaltspflichten, fördert klimaresiliente Anbaumethoden und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Kleinbäuerinnen und -bauern gegenüber wirtschaftlichen und klimatischen Herausforderungen.
Prämienprojekt Hausgärten für Ernährung und Einkommen 2023-2024:
Bei der mexikanischen Kooperative UCIRI wurden aus Mitteln der EZA Klimaprämie 22 Hausgärten angelegt. Sie verbessern die Ernährungssicherheit der Familien, schaffen zusätzliche Einkommensmöglichkeiten und stärken die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Herausforderungen.
Prämienprojekt Wiederaufforstung 2019-2024:
Die Mitglieder der mexikanischen Kleinbauernorganisation SPOSEL kultivieren ihre Kaffeesträucher unter Schattenbäumen, eingebettet in die natürliche Umgebung der Selva Lacandona, einem artenreichen Urwaldgebiet. Die Kleinbauernfamilien stärken die Artenvielfalt durch sorgfältige Pflege ihrer Bio-Kaffeeparzellen und über die Klimaprämie finanzierten sie eine Wiederaufforstung. Sie tragen so zum Schutz des sensiblen Ökosystems bei.
Prämienprojekt Holzsparöfen 2019-2024: BOCU aus Uganda am Fuß des Rwenzori-Gebirges setzt sich für einen achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ein. Bio-Landbau ist dafür die Basis. Zusätzlich engagiert sich die Kooperative für den Bau von Holzsparöfen. Das nützt besonders Frauen und Kindern. Zum Kochen wird dadurch deutlich weniger Holz benötigt und es entsteht weniger Rauch. Das ist nicht nur besser fürs Klima, sondern schützt auch die Gesundheit der Kleinbauernfamilien. In Summe wurden mit diesem Projekt 3000 Haushalte mit Holzsparöfen ausgestattet.
Direkt und fair
Die hochwertigen Kaffeesorten aus Uganda und Mexiko ergeben zusammen COFFEE FOR FUTURE: biologisch angebaut, fair gehandelt und von EZA Fairer Handel direkt importiert. Bio- und Fairtrade-zertifiziert und damit unabhängig kontrolliert.
"Wir sind alle Menschen. Uns verbinden dieselben Herausforderungen, weil wir auf derselben Erde leben. Deshalb braucht es Zusammenarbeit."
Charles Kahitison, Bio-Kaffeebauer und Präsident, BOCU, Uganda
Starkes Bündnis
Die EZA brachte COFFEE FOR FUTURE im Oktober 2019 auf den österreichischen Markt. Mit an Bord bei der Lancierung waren Österreichs Weltläden sowie das Klimabündnis Österreich. COFFEE FOR FUTURE ist auch im Lebensmitteleinzelhandel, im Naturkostfachhandel und im EZA-Onlineshop erhältlich.
Starke Stimme für Klimaschutz
Josinta Kabugho, Geschäftsführerin der Kooperative BOCU, zur Klimakrise und ihren Auswirkungen sowie Maßnahmen, die die Kooperative setzt.
Mit Kaffeeanbau Wiederaufforstung fördern
Am Rande von drei Naturschutzgebieten im südlichen Mexiko kultivieren die Kleinbäuerinnen und -bauern ihre Kaffeesträucher unter Schattenbäumen eingebettet in die natürliche Umgebung der Selva Lacandona. „So tragen wir dazu bei, den Wald zu erhalten, denn er speichert Kohlendioxid und versorgt uns mit der Luft zum Atmen", erklärt Kaffeebauer Pedro Díaz Montejo. Flächen, die in der Vergangenheit an Baumbestand verloren haben, wurden wieder aufgeforstet. Dabei nützte auch die zusätzliche Klimaschutzprämie, die die EZA in den Jahren 2019-23 an die Genossenschaft zahlte.
Anmerkung: Leider entschieden unsere Partner:innen von SPOSEL 2024 ihre Fairtrade-Zertifizierung nicht weiter zu verlängern. Aus diesem Grund können seither keine weitere EZA-Kaffeebestellungen bei SPOSEL unter den Bedingungen des Fairen Handels abgewickelt werden. Es erfolgte die Umstellung auf UCIRI, einer langjährigen EZA-Partnerorganisation aus dem Bundesstaat Oaxaca, Mexiko - siehe UCIRI.
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