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Multilaterale Organisationen Überblick
Globalisierung fair gestalten
Die politische und wirtschaftliche Interdependenz zwischen den Nationalstaaten bringt einen internationalen Organisations- und Regelungsbedarf mit sich. Viele Probleme erfordern globale Lösungsstrategien (z.B. Weltwirtschaft, Arbeitswelt, Umweltprobleme). In Internationalen Organisationen werden gemeinsame Interessen auf vertraglicher Basis mit Hilfe spezieller Institutionen verfolgt.
Träger internationaler Organisationen sind Nationalstaaten, je nach geographischer Reichweite wird zwischen globalen und regionalen internationalen Organisationen unterschieden.
Die wichtigesten internationalen Organisationen, die Entwicklungszusammenarbeit leisten, sind: (Quelle: DAC der OECD)
- Organisationen der Vereinten Nationen
- EU-Kommission
- Internationale Finanzinstitutionen
- Welthandelsorganisation
- Regionale Entwicklungsbanken
Die einzelnen Organisationen machen mit ihren Publikationen und Dokumenten auf die besonderen globalen Probleme und auf mögliche Lösungsansätze aufmerksam
Die globalisierte Weltwirtschaft
In ihrer Millenniumsdeklaration, die sich vor allem mit dem Thema Armut und ihrer Bekämpfung beschäftigt, hat die internationale Gemeinschaft im Rahmen einer UNO-Vollversammlung festgestellt, dass die zentrale Herausforderung heute darin bestehe, die wachsende internationale wirtschaftliche Verflechtung als positive Chance für alle Menschen zu gestalten. Gegenwärtig seien hingegen sowohl die sich bietenden Möglichkeiten als auch die Kosten dieser Entwicklungen sehr ungleich verteilt.
Der aktuelle Bericht zur menschlichen Entwicklung (UNDP, 2005) greift diese Problemstellung auf und erörtert im Detail die notwendigen Rahmenbedingungen für eine faire Zukunftsgestaltung im Sinne nachhaltiger Entwicklung. Die UN-Konferenz zu Handel und Entwicklung (UNCTAD) gibt Auskunft über die letzten weltweiten Trends in diesem Bemühen und stellt die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele für zahlreiche Regionen bis 2015 aufgrund der Beharrlichkeit von Ungleichheit und mangelnden Entwicklungserfolgen in Frage. Auch eine Kurzfassung des Jahresberichtes von 2005 ist online zugänglich.
Soziale Dimensionen der Globalisierung
Die unabhängige "Weltkommission zur sozialen Dimension der Globalisierung" mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaft wurde 2002 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ins Leben gerufen. Sie will die Frage beantworten, wie Globalisierung für alle Menschen sozial gerecht gestaltet werden kann.
Um die Potentiale der Globalisierung für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung zu nutzen, müssen strukturelle Veränderungen vorgenommen werden. Faire Regeln in der Weltwirtschaft, der Finanzarchitektur und in der Gestaltung von Arbeitsbeziehungen sind zu schaffen und die vorhandenen natürlichen und ökonomischen Ressourcen müssen gerecht verteilt werden.
Die ILO-„Weltkommission zur sozialen Dimension der Globalisierung“ hat dieses Problemfeld analysiert und in ihrem Bericht Vorschläge zu einer sozialeren Gestaltung der Globalisierung erarbeitet. Eine deutschsprachige Zusammenfassung des Berichts sowie der gesamte Bericht in englischer Sprache können von der ILO site herunter geladen werden.
Globale Umweltprobleme
Das Jahr 2005 war für die Vereinten Nation Anlass, die bisherigen Erfolge und Defizite in der Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele auszuwerten und die Strategien neu abzustimmen (MDG-Bericht). In Bezug auf das Ziel Sieben, die Sicherstellung ökologischer Nachhaltigkeit auf globalem Niveau, verweist die UNO auf die bedenkliche Fortsetzung nahezu uneingeschränkten Ressourcenverbrauchs. Die Degradierung von Böden, der Verlust von Biodiversität und der Klimawandel sind globale Probleme, deren globale Bekämpfung auf sich warten lässt, und die die Beseitigung der Armut behindern.
Das Umweltprogramm der UNO (UNEP) verweist in seinem jährlichen Bericht 2005 zudem auf die weitreichenden ökologischen und sozialen Konsequenzen der Naturkatastrophen der letzten Jahre, die vor allem in wirtschaftlich schwachen Regionen noch lange Zeit spürbar bleiben werden.
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updated 16.02.2006/csi
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