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  Unternehmen in Österreich

Fair Trade Handel

Der Fair-Trade-Handel ist aus der Initiative von EZA-Organisationen herausgewachsen und wird der gemeinnützig orientierten EZA zugeordnet. Ein Grund dafür ist neben der oft weiterbestehenden Verbindung zu privaten EZA-Organisationen das Bemühen um entwicklungspolitische Bildungsarbeit.
Dennoch sind viele Weltläden in Rechtsform und Konzeption kaufmännische Unternehmen.

Die bekannteste Erscheinungsform des fairen Handels sind die heute über 80 Weltläden in Österreich, die in der Arbeitsgemeinschaft Weltläden einen Dachverband bilden.

Eine Weiterentwicklung der Weltläden ist der Versuch Weltcafes zu führen. Ende 2005 wurde das erste Weltcafe in Wien eröffnet.

Eine Gütesiegel-Initiative besteht mit FAIRTRADE Österreich, um fair gehandelte Produkte in österreichischen Handelsketten anzubieten.
Die größte Handelsorganisation ist EZA-Entwicklungszusammenarbeit mit der Dritten Welt GesmbH mit Sitz in Salzburg.
Das bekannteste fair gehandelte Produkt ist der Kaffee. Ursprünglich nur in Weltläden zu erhalten, wird seit der Gründung von FAIRTRADE (bis 2002 Transfair) Kaffee auch in Großmärkten angeboten.
Anhand der letzten fünf Jahre zeigt sich folgende Entwicklung.

FAIRTRADE Kaffee
Grüner Kaffee, Angaben in 1000 kg

  1998 1999 2000 2001 2002 2003
EZA GesmbH/Salzburg 266 274 258 298 376 414
übrige FAIRTRADE-Produkte 68 81 61 110 93 118
Gesamt 334 355 319 408 469 532

Der Kaffeekonsum in Österreich lag 2002 wie bereits im Vorjahr bei 47.000 Tonnen Röstkaffee (54.000 Tonnen grüner Kaffee). Hauptexportländer waren Brasilien, Kolumbien und Vietnam. Der Marktanteil von fair gehandelten Kaffee lag in Österreich etwas unter einem Prozent. Der Verbraucherpreis ist von 1970 auf 2001 um 23 Prozent gefallen (Quelle: Deutscher Kaffee-Verband)
Seit 2001 werden als neue Fairtrade-Produkte auch Bananen und Orangensaft angeboten. Die Verkaufsentwicklung verlief bisher wie folgt:

  2001 2002 2003
Orangensaft/ in Liter 36.000 200.000 216.000
Bananen/in kg   1,78 Mio 1,83 Mio

Die Fair-Trade-Bewegung in Europa umfaßt ein breites Spektrum, das in Österreich vorerst nur in Ansätzen sichtbar ist. Die Fair-Trade Gütesiegel-Initiativen haben ein internationales Netzwerk eingerichtet.
Im November 2000 wurde in Deutschland ein Internet-Überblick zu Fairem Handel und Ökologie eingerichtet.

Ein dem Fair-Trade-Handel verwandtes Feld sind ethische Geldanlagen. In Österreich sind ÖKO-Invest und die ökumenische Initiative OIKOCREDIT zu nennen. In den letzten Jahren haben einige Bankinstitute Ethiksfonds aufgelegt. Eine spezielle "Alternativbank" existiert in Österreich nicht.


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www.eza.at
updated 19.09.2008/ gbi
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