Die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit ist in den letzten Jahren stark durch "Kampagnen" geprägt.
Organisationsmerkmale dieser Kampagnenarbeit sind eine Themenzentrierung, zumeist im Zusammenhang mit einem aktuellen Anlaß, eine Plattform mit Organisationsvielfalt sowie nationale und internationale Vernetzung.
Kampagnen haben kaum eigene Rechtspersönlichkeit und sind auf einen zeitlich begrenzten Vorgang konzipiert.
Kampagnen formulieren konkrete Ziele über Forderungskataloge, bzw. Positionspapiere.
Eine besondere Rolle spielt die mediale Präsenz.
Auch wenn die Initiative für Kampagnen zumeist von Nichtregierungs - Organisationen ausgeht, erhalten die Plattformen oft durch den Beitritt von Interessensvertretungen, etwa von Gewerkschaften oder Konsumentenorganisationen ein breiteres Auftreten.
Entwicklungspolitische Kampagnen gibt es in Österreich seit den 70er-Jahren.
Zu den bekannesten zählen "Jute statt Plastik" (1977), mit der der Faire Handel propagiert wurde sowie "Früchteboykott Südafrika" (1986), wo ein Ende der Apartheidpolitik gefordert wurde.
Die bekannteste Kampagne in den 90er Jahren war die „Entschuldungsinitiative" (1995).
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updated 22.04.2010/ gbi
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