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Internationale Entwicklungspolitik und -zusammenarbeitEconomic Partnership Agreements (EPAs)
Economic Partnership Agreements (EPAs), auf Deutsch „Wirtschaftspartnerschaftsabkommen“ sind regionale Freihandelsabkommen, die zwischen der EU und 76 AKP-Staaten (ehemalige europäische Kolonien in Afrika, Karibik und Pazifik) verhandelt werden.
EPAs sind Teil einer umfassenderen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit im Rahmen des Cotonou-Abkommens, das sich mit Entwicklungshilfe, Handel und politischer Zusammenarbeit zwischen den beiden Staatengruppen befasst. Das Cotonou-Abkommen ersetzte im Jahr 2000 die so genannten Lomé-Abkommen, die den AKP-Staaten für eine Reihe von Produkten einen privilegierten Zugang zu den europäischen Märkten sicherten.
Das Cotonou-Abkommen sieht statt dem präferentiellen Zugang der AKP-Länder zum EU-Markt ab 2008 reziproke Freihandelsabkommen vor. Hauptgrund dafür ist, dass die bisherigen Regelungen nicht WTO-kompatibel sind, da die „AKP-Länder“ nicht als eigene Kategorie von der WTO akzeptiert werden und der präferentielle Zugang daher gegen die Meistbegünstigungsklausel verstößt. Weiters sollen die Abkommen „entwicklungsorientiert“ sein und die regionale Integration fördern. Die EU verhandelt nicht mit den einzelnen Ländern, sondern mit insgesamt sechs regionalen Verhandlungsgruppen. (Überblick siehe http://www.epa2007.de/upload/documents/epa-glossar-presse.pdf)
Die EPA-Verhandlungen begannen im Jahr 2002 und sollten laut dem ursprünglichen Zeitplan bis Ende 2007 abgeschlossen sein, dem Datum, an dem WTO-Ausnahmeregelung („Waiver“) abläuft.
Bis 31.12. 2007 wurde jedoch nur mit der karibischen Region ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen abgeschlossen. Die meisten Nicht LDC-s haben mit der EU ein Interimsabkommen abgeschlossen. Insgesamt haben 35 AKP-Länder entweder ein volles oder Interimsabkommen unterzeichnet. Die Least Developed Countries (LDCs) profitieren von der „Everything But Arms“ Initiative (EBA-Initiative) und haben keine großen Nachteile vom Auslaufen der Präferenzen unter Cotonou zu erwarten. Jene Länder, die nicht in die Gruppe der LDCs fallen, und kein Interimsabkommen unterzeichnet haben (u.a. Nigeria, Republik Kongo, Gabun, Südafrika sowie die Länder der pazifischen Verhandlungsgruppe) fallen unter das so genannte GSP-Regime, also das System der Allgemeinen Präferenzen.
Weiterführende Literatur:
ACP/EC (2001). The Cotonou Partnership Agreement. Online in Internet.
Anderson, Edward/Christopher Stevens (2006). The ‘Development Dimension’: Matching Problems and Solutions. ODI Briefing Paper. (25.1.2006)
Bilal Sanoussi (2006). Redefining ACP-EU Trade Relations:Economic Partnership Agreements ECDPM Seminar: The Cotonou Partnership Agreement: What role in a changing world?
Bilal, San (2005). EPAs Process: Key issues and development perspectives. With specific references to East and Southern Africa.
Bilal, Sanoussi/Francesco Rampa (2006). Alternative (to) EPAs. Possible scenarios for the future ACP trade relations with the EU, ECDPM Policy Management Report 11
Borrmann, Axel Harald Großmann/Georg Koopmann (2005). Die WTO-Kompatibilität der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten. GTZ.
Borrmann, Axel/Matthias Busse/ Silke Fischer/Steffen Gröning: Institutions, Governance and Trade - An Empirical Investigation of the Linkages in View of the Proposed ACP/EU Economic Partnership Agreements
Kurzfassung: http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI_Update_10.07.pdf
Kasa et al. (2005). Making EPAs work for the Poor, EPAs and Political Alternatives.
Mackie, James/Julia Zinke (2006). Delivering the goods: Challenges for ACP-EU Relations in 2007. ECDPM InBrief 17.
OXFAM (2006). Unequal partners. How EU-ACP Partnership Agreements (EPAs) could harm the development prospects of many of the world’s poorest countries.
Stevens, Christopher (2005). Economic Partnership Agreements and African Integration: a help or a hindrance?
Stevens, Christopher (2006b). Economic Partnership Agreements (EPAs). Where we are. ODI Briefing Paper, June 2006.
http://www.sarpn.org.za/documents/d0001254/EPA_reciprocity_BP2.pdf
Stevens, Christopher (2007): Economic Partnership Agreements: What happens in 2008?
Anfrageservice & Document Delivery
www.eza.at
updated 10.03.2008/kkü
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