Internationale Entwicklungspolitik und -zusammenarbeitNachhaltigkeit - Sustainability
Im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts hat sich das Thema Nachhaltigkeit auch in den Mittelpunkt entwicklungspolitischer Diskussionen geschoben. Mit dem Begriff Nachhaltigkeit oder Sustainibility - der ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt - verbunden waren insbesonders die Sorge um die Erhaltung eines gesunden Lebensraumes. Die Verschränkung zwischen Entwicklungs- und Umweltpolitik findet auf den unterschiedlichsten Ebenen statt. So wurden etwa um 1995 für EZA-Projekte Umweltstandards erarbeitet.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung im Herbst 2002 in Johannesburg. Das Schlussdokument geht auch auf Fragen der Entwicklungspolitik ein.
UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014
Mit dem Jahr 2005 hat die UNO die Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Damit setzt sie eine Empfehlung des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg um, der die entscheidende Rolle von Bildung für gesellschaftliche Veränderung und Entwicklung betonte.
Ziel der Dekade ist es, Bildung als Grundlage für eine menschengerechte Gesellschaft zu fördern und die Idee nachhaltiger Entwicklung auf allen Ebenen in die Bildungssysteme zu integrieren. Es sind vier thematische Grundpfeiler vorgesehen: die Förderung und Verbesserung von Grundbildung weltweit; die Neuorientierung der existierenden Bildungsprogramme auf Grundlage des Konzeptes nachhaltiger Entwicklung; die Förderung von öffentlichem Verständnis für und Bewusstsein über Nachhaltigkeit und schließlich die Entwicklung spezifischer Ausbildungsprogramme um das Konzept auch in der Arbeitswelt zu verankern. Mit der Durchführung der Dekade wurde die UNESCO betraut. Die offizielle Eröffnung war im März 2005.
Bereits die UN-Konferenz in Rio De Janeiro hat 1992 mit dem Schlussdokument die "Agenda 21" grundgelegt. Dieses Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert will die Lebensgrundlagen sichern. Viele Initiativen sind daraus entstanden. Das Österreichische Institut für nachhaltige Entwicklung oder Das Klimabündnis Österreich versuchen dies. Eine weitere Initiative ist www.umweltbildung.at das Forum Umweltbildung.
Das angestrebte Gleichgewicht von Ökonomie und Ökologie wird beim Begriff Nachhaltiges Wirtschaften durch die soziale Komponente ergänzt. Die gesellschftliche Verantwortung von Unternmehmen wird dabei in den Mittelpunkt gerückt. Unter neue Corporate Social Responsibility - CRS hat ein Prozess in vielen Gesellschaftsbereichen begonnen.
Focus österreichischer Nachhaltigkeitsstrategien und Umsetzungen ist das Umweltministerium mit der Website www.nachhaltigkeit.at An der WU-Wien wurde ein Forschungsschwerpunkt für Nachhaltigkeit und Umweltmanagment eingerichtet.
Österreichische Unternehmen haben mit dem Austrian Business Council of Sustainable Development ein eigenes Forum geschaffen.
Die Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit - AGEZ hat im Jahr 2001 eine neue Plattform "Entwicklung und Umwelt" eingerichtet. Mehr als 40 NGO's aus den Bereichen Umwelt und EZA nehmen daran teil.
Im Sozialwort der Kirchen finden sich viele Ansätze zur Nachhaltigkeitsdebatte, in der Katholische Sozialakademie besteht ein Arbeitskreis zum Thema "nachhaltiges Wirtschaften".
Anfrageservice & Document Delivery
www.eza.at
updated 24.01.2006/ gbi
© 
|